23.11.2019: Krebs-Informationstag für Patienten, Angehörige und Interessierte

Durch verbesserte Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten hat sich der Charakter von vielen Krebserkrankungen in den letzten 30 Jahren zu einer chronischen Erkrankung verändert, mit der viele Menschen lange Zeit leben. Für Betroffene und Angehörige ist es häufig eine Herausforderung, mit körperlichen Einschränkungen und psychischen Veränderungen umzugehen und den Alltag so zu gestalten, dass das Leben möglichst lebenswert ist. Um Betroffene und Angehörige zu informieren, welche Langzeitfolgen bei Krebserkrankungen und deren Behandlung auftreten können und wie sie gelindert werden können, bieten die S.E.L.P. (Selbsthilfevereinigung zur Unterstützung erwachsener Leukämie- und Lymphompatienten) und die Krebsberatungsstelle am 23. November ab 11 Uhr im Gesundheitshaus in Münster einen Informationstag an. Neben vielen medizinischen Aspekten wie z.B. palliativmedizinische Möglichkeiten bei Langzeiterkrankungen werden auch psychosoziale Belastungen und Unterstützungsmöglichkeiten thematisiert. Am Nachmittag bieten erfahrene langzeiterkrankte Menschen einen Workshop zum gegenseitigen Austausch an. Der Ernährungsberater Rainer Bergmann informiert in einem weiteren Workshop, wie mit Ernährung das Wohlbefinden gestärkt werden kann.
Vera Nenno, Annette Hünefeld (S.E.L.P.) und Gudrun Bruns (Krebsberatungsstelle) freuen sich sehr, dass sie ausgezeichnete Experten als Referenten für den Tag gewinnen konnten: PD. Dr. Georgia Schilling ist Onkologin und hat sich sehr intensiv mit Nebenwirkungen und Langzeitfolgen bei Krebserkrankungen auseinandergesetzt und reist aus Hamburg an, um bei dem Infotag zu referieren. Dr. Dirk Nischick ist ein sehr erfahrener Onkologe, der darüber informieren wird, was Palliativmedizin bedeutet und welche Möglichkeiten sie zur Verbesserung der Lebensqualität bietet.
Die Veranstalter freuen sich gemeinsam auf viele Besucher: „Es gibt sehr vielfältige und auch sehr belastende Folgen bei Krebserkrankungen wie z.B. erhebliche Erschöpfung, Empfindungsstörungen in Füßen oder Händen oder auch Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme“ weiß Vera Nenno aus Erfahrungen in ihrem Umfeld zu berichten. „Für Betroffene und Angehörige entsteht damit die Aufgabe, den Umgang mit diesen Langzeitfolgen so zu gestalten, dass es ihnen möglichst gut geht“ ergänzt Gudrun Bruns ihre Erfahrungen aus der Beratungstätigkeit. „Immer mehr Menschen leben immer länger mit der Erkrankung und ihren Folgen, das war für uns ein wichtiger Anlass, das Thema aufzugreifen und gemeinsam einen Informationstag zu gestalten“, so beschreibt Annette Hünefeld die Motivation des Organisationsteams.

Weitere Informationen finden Sie im Einladungs-Flyer. Eine Anmeldung ist auch nach dem genannten Anmeldeschluß möglich. Die Veranstalter freuen sich über Ihre Anmeldung, aber auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen.
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