Konzentrations- und Gedächtnisprobleme während oder nach Abschluss einer Krebstherapie

Viele Menschen mit einer Krebserkrankung beklagen im Laufe ihrer Erkrankung Probleme in ihrer Aufmerksamkeit. Die Konzentrations- und Merkfähigkeit werden schlechter, Planen und Treffen von alltäglichen Entscheidungen fallen plötzlich schwerer. Diese sogenannten „kognitiven Beeinträchtigungen“ verunsichern die Patienten, stören den Alltag offensichtlich und erschweren nicht selten die Rückkehr in den Beruf.
Die Ursachen dieser empfundenen Leistungsminderungen müssen vor dem Hintergrund verschiedener Zusammenhänge diskutiert werden. Welche Rolle spielen Chemo- und Strahlentherapie, Fatigue, Operationen am Gehirn, neurologische (Vor)Erkrankungen und emotionaler Stress? Gibt es ein Chemo-Brain?
Der Vortrag bietet Informationen über Art und Ausprägung kognitiver Einschränkungen für Menschen mit unterschiedlichen Krebserkrankungen. Das Erkennen von Ursachen und Folgen der kognitiven Störungen für den Alltag sind die Voraussetzung für wirksame Unterstützungs- und Therapiemaßnahmen.
Es werden Anregungen und Tipps gegeben wie Betroffene mit Beeinträchtigungen in der Konzentration und Aufmerksamkeit und mit Gedächtnisproblemen umgehen und ihre geistige Leistungsfähigkeit und Widerstandkraft spürbar stärken können.

Montag, 04.10.2021
18.30 Uhr
Referentin: Dr. Birgit Kemper, Psychologische Psychotherapeutin, Klinische Neuropsychologin und Psychoonkologin, Clemenshospital, Münster
Ort: Sitzungssaal der Wohn- und Stadtbau, Steinfurter Str. 60, Münster
Teilnahmegebühr: 3,00 €

Anmeldung erforderlich in der Krebsberatungsstelle: Tel. 0251 / 625 620 10.