Spendenaufruf

Seit 1993 bietet die Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerks im Münsterland e.V. Betroffenen und Angehörigen Unterstützung und Begleitung in ihrer besonders belasteten Lebenssituation an. Im Jahr 2008 wurde die Beratungsstelle in ein Förderschwer-punktprogramm der Deutschen Krebshilfe aufgenommen und konnte mit den Fördermitteln ihr Angebot im Einzugsgebiet bedarfsgerecht erweitern. Dies beinhaltet z.B.

Wohnortnahes Beratungsangebot in der Region Münsterland:
Es werden im Gesundheitshaus Münster und in 14 Außenstellen regelmäßig psychosoziale Beratungen angeboten. 80% der Ratsuchenden mussten in 2015 weniger als 10 km zurücklegen, um das Angebot in Anspruch zu nehmen. Insgesamt wurden im letzten Jahr rund 2.500 Personen in mehr als 4.100 Gesprächen beraten und begleitet. Viele Betroffene und Angehörige im Münsterland könnten ohne ein wohnortnahes Angebot keine ambulante Krebsberatung in Anspruch nehmen und wären mit vielen Fragen und Belastungen alleine gelassen.

Angebot für angehörige Kinder und Jugendliche krebskranker Menschen:
Krebs in der Familie bedeutet besonders auch für die Kinder der Betroffenen eine außergewöhnliche Belastung und Verunsicherung. Die Erfahrung und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kinder in dieser besonderen Situation auch einer ganz besonderen Unterstützung bedürfen. Viel Kummer und mögliche Fehlentwicklungen können vermieden werden, wenn rechtzeitig auf die speziellen Probleme der Kinder eingegangen wird.
Deshalb wurde mit der Förderung der Deutschen Krebshilfe ein spezielles Angebot für angehörige Kinder und Jugendliche krebskranker Menschen aufgebaut und etabliert.

Aktuelle Situation
Ende 2016 läuft die finanzielle Förderung durch die Deutsche Krebshilfe aus, so dass die Krebsberatungsstelle finanziell unter Druck gerät!

Um die durch die Förderung entstandenen Angebote in eine Regelfinanzierung zu überführen und bundesweit das Ziel einer bedarfsgerechten psychoonkologischen Versorgung durch Krebsberatungsstellen zu erreichen, ist nach Einschätzung von Fachleuten und Fachgesellschaften ein Gesetz erforderlich, mit dem Sozialversicherungsträger verpflichtet werden, sich an der Finanzierung ambulanter Krebsberatung zu beteiligen. Mit einem entsprechenden Gesetz, das eine verpflichtende Förderung ambulanter Krebsberatung durch Sozialversicherungen beinhaltet, würde eine wichtige Voraussetzung für eine bedarfsgerechte psychoonkologische Versorgung geschaffen.
Die Klärung einer solchen Förderung wird voraussichtlich 3-5 Jahre Zeit benötigen. Bis dahin ist die Krebsberatungsstelle auf finanzielle Hilfe angewiesen, um zu verhindern, dass notwendige Unterstützungsangebote, die sich etabliert haben, eingestellt werden müssen!

Der Fortbestand der wohnortnahen Beratungen und das Angebot für angehörige Minderjährige sind ab 2017 existentiell gefährdet!

Wir freuen uns über jede tat- und finanzkräftige Unterstützung und Ideen und Anregungen, wie in dieser schwierigen Situation eine Lösung gefunden werden kann. Vielen Dank im Voraus!

Gudrun Bruns, Leiterin der Krebsberatungsstelle

Spendenkonto:
Empfänger: TiM e.V.
BIC: GENODEM1DKM
IBAN: DE89 4006 0265 0002 1581 00